{"id":330,"date":"2020-12-23T11:28:00","date_gmt":"2020-12-23T11:28:00","guid":{"rendered":"https:\/\/kybernesis.org\/?page_id=330"},"modified":"2020-12-23T11:28:30","modified_gmt":"2020-12-23T11:28:30","slug":"gruendung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/kybernesis.org\/?page_id=330","title":{"rendered":"Gr\u00fcndung"},"content":{"rendered":"\t\t<div data-elementor-type=\"wp-page\" data-elementor-id=\"330\" class=\"elementor elementor-330\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-556cadb elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"556cadb\" data-element_type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-46002b9\" data-id=\"46002b9\" data-element_type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-c4c7c74 elementor-widget elementor-widget-spacer\" data-id=\"c4c7c74\" data-element_type=\"widget\" data-widget_type=\"spacer.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-spacer\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-spacer-inner\"><\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-235aee6 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"235aee6\" data-element_type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t<p>Kann man einen Betrieb, eine Abteilung oder eine Gruppe \u201emit Integrit\u00e4t leiten\u201c, ohne die unternehmerischen Ziele aus dem Blick zu verlieren? Man muss sogar, glaubt Mark Thiel. Der Diplom-Betriebswirt ist seit rund einem Vierteljahrhundert als Coach f\u00fcr F\u00fchrungskr\u00e4fte und F\u00fchrungsteams von Organisationen t\u00e4tig. Um sein Wissen und seine Erfahrung einer breiteren \u00d6ffentlichkeit zur Verf\u00fcgung zu stellen, hat er mit seiner langj\u00e4hrigen Gesch\u00e4ftspartnerin Heike Linnepe nun den Verein KYBERNESIS e. V. ins Leben gerufen.<\/p><p>Zweck des Vereins ist die \u201eUnterst\u00fctzung der Gesellschaftstransformation\u201c, um schlie\u00dflich eine \u201ewerteorientierte Unternehmenskultur\u201c zu entwickeln. Im Coaching geht es unter anderem darum, mehr pers\u00f6nliche Verantwortung zu \u00fcbernehmen, Zivilcourage zu zeigen, eine nat\u00fcrliche und fachliche Autorit\u00e4t auszustrahlen. Das Angebot richtet sich an Inhaber*innen von Unternehmen, an Teamleitungen und aktive Mitglieder eines F\u00fchrungsgremiums oder an F\u00fchrungskr\u00e4fte aller Hierarchieebenen.<\/p><p>W\u00e4hrend drau\u00dfen die letzten Arbeiten f\u00fcr die Er\u00f6ffnung des Bochumer Weihnachtsmarktes laufen, haben sich an diesem Novemberabend 13 Herren und acht Damen in den R\u00e4umen der evangelischen Pauluskirche versammelt, um den Verein KYBERNESIS e.V. zu gr\u00fcnden. Schon die Vorstellungsrunde im Stuhlkreis gibt einen Eindruck, dass es sich bei den Beteiligten um ein hochkar\u00e4tig besetztes Team handelt, dessen Mitglieder allesamt einen unterschiedlichen Background mitbringen &#8211; es befinden sich Psychologen, Psychotherapeuten, Sozialp\u00e4dagogen, Ingenieure, Wirtschaftswissenschaftler, Systemische Berater und Unternehmer*innen darunter\u2013 und dennoch ein gemeinsames Ziel verfolgen.<\/p><p>Die Konstellation ist sehr wohl gewollt, wie Mark Thiel bei der Begr\u00fc\u00dfung betont. Die Teilnehmenden der Runde seien f\u00fcr die Arbeit pr\u00e4destiniert, da sie allesamt \u201eemotional hochintelligente Menschen\u201c seien, die bereit seien, f\u00fcr gemeinsame Ziele zu arbeiten und einzustehen. W\u00e4hrend der Vorstellungsrunde fallen immer wieder Worte und S\u00e4tze, welche die Philosophie des Vereins gut beschreiben: Es gehe darum, den Teilnehmenden des Coachings und der Supervision zu vermitteln, m\u00f6glichst wenig Druck aufzubauen und den Mitarbeiter*innen Freiheiten einzur\u00e4umen, kurz: sie zu m\u00fcndigen, verantwortungsvolle, selbstkritische und kompetente F\u00fchrungspers\u00f6nlichkeiten zu entwickeln.<\/p><p>Diese Kompetenz soll sich auf mehreren Ebenen widerspiegeln. Einerseits im Job, wo es darum geht, fachlich zu \u00fcberzeugen, und andererseits eben auch im sozialen Umfeld und in der Gesellschaft: Man wolle schlie\u00dflich \u201eUniformit\u00e4t und autorit\u00e4res Denken abwenden\u201c und die \u201eDiversit\u00e4t f\u00f6rdern\u201c, wie Heike Linnepe betont. Dazu geh\u00f6re die F\u00f6rderung der Gleichberechtigung von Menschen unterschiedlichen Geschlechts, Ethnien, Alters, Behinderung, sexuellen Orientierungen und Religionen in F\u00fchrungspositionen.<\/p><p>Es sind also ebenso \u201eharte\u201c wie \u201eweiche\u201c Faktoren, die f\u00fcr den nachhaltigen Erfolg der Gesellschaft eine Rolle spielen und die nicht voneinander zu trennen sind: \u201eWer F\u00fchrungsqualit\u00e4t ausstrahlen m\u00f6chte, muss dies auch in seiner Freizeit verk\u00f6rpern\u201c, fasst Frau Linnepe zusammen. Die fachliche Expertise geh\u00f6rt daher ebenso zum Kern erfolgreicher F\u00fchrungskultur wie die soziale Kompetenz, welche sich vor allem im Begriff der Zivilcourage zeigt. \u201eZivilcourage ist in einer demokratischen Gesellschaft verbunden mit einer Autorit\u00e4t, die nicht vorrangig auf Hierarchien gr\u00fcndet\u201c, sagt Mark Thiel.<\/p><p>Die Vereinsgr\u00fcndung verl\u00e4uft jedenfalls bei all der n\u00f6tigen Ernsthaftigkeit locker und geht schnell \u00fcber die B\u00fchne. Nach kleineren Satzungs\u00e4nderungen werden Mark Thiel und Heike Linnepe einstimmig in den Vorstand gew\u00e4hlt.<\/p><p>\u201eIch lerne Leute kennen, die vergleichbare Fragen haben und gemeinsam nach L\u00f6sungen suchen. Wir haben einen bestimmten Background und sind auf einem unterschiedlichen Level an den gleichen Themen interessiert\u201c, nennt Dr. Sarah Henn ihre Beweggr\u00fcnde. Sie hat Diplom-P\u00e4dagogik\/Erziehungswissenschaften promoviert studiert und kann als Wissenschaftlerin auch auf Coaching-Erfahrungen zur\u00fcckgreifen. \u201eDie Orientierung an den hier vorgestellten Werten ist in dem Milieu von Supervision und Coaching, das von Profit und Marktanteilen gepr\u00e4gt ist, eher selten.\u201c In der Klarheit und Offenheit, wie dies hier geschehe, sei das eine Ausnahme.<\/p><p>KYBERNESIS e.V. verfolgt einen interdisziplin\u00e4ren Ansatz: Die unterschiedlichen Fachbereiche sollen dabei nicht nebeneinander herlaufen, sondern sich gegenseitig erg\u00e4nzen. Die Mehrzahl der Gr\u00fcndungsmitglieder von KYBERNESIS e.V. war in der Vergangenheit in Coaching und Supervisionen daran beteiligt, Grundlagen systemischer und werteorientierter Unternehmensf\u00fchrung zu vermitteln, Kommunikations- und Verhaltensmuster im Team zu analysieren und zu optimieren oder Selbstf\u00fchrung, Vertrauen, Verantwortung, Haltung &amp; Werte in einer pers\u00f6nlichen Work-Life-Balance zu erarbeiten.<\/p><p>Ein weiterer Zweck des Coachings m\u00fcsse es zudem sein, unabh\u00e4ngig bleiben zu k\u00f6nnen und auch Auftr\u00e4ge ablehnen zu k\u00f6nnen, wenn sie nicht zur eigenen Philosophie und \u00dcberzeugung passen. Andererseits gehe es darum, nicht umsonst zu arbeiten \u2013 und das im doppelten Sinne: \u201eWir d\u00fcrfen uns nicht unter Wert verkaufen\u201c, sagt Heike Linnepe, au\u00dferdem m\u00fcsse man zu einhundert Prozent hinter dem Job stehen, auch dann, wenn das Ergebnis nicht den Erwartungen entsprechen sollte. Denn auch aus gescheiterten Projekten k\u00f6nne man seine Lehren ziehen, um es beim n\u00e4chsten Mal besser zu machen.<\/p><p>Allein die in der Einladung aufgef\u00fchrten Vorbilder lassen keinen Zweifel an der philanthropischen Ausrichtung von KYBRNESIS e.V.: Sie reichen von der Philosophin Hannah Arendt und dem Schriftsteller Kurt Tucholsky bis hin zu Politikern und anderen Personen des \u00f6ffentlichen Lebens wie Dr. Martin Luther King. Allen gemeinsam war, sich f\u00fcr die \u00dcberwindung von zwischenmenschlichen Grenzen einzusetzen, sie engagierten sich f\u00fcr Vers\u00f6hnung und Solidarit\u00e4t und k\u00e4mpften gegen Diskriminierung und Vorurteile, kurz: Sie stellten sich in den Dienst der Aufkl\u00e4rung und Emanzipation des Individuums f\u00fcr eine menschenw\u00fcrdige Gesellschaft.<br \/>Abgerundet wird der Abend mit einem stimmungsvollen musikalischen Beitrag: Kai Brandebusemeyer am Klavier und der S\u00e4nger Schahin Safarabadi brachten Lieder von Robert Schumann, Widmung (aus Myrthen Opus 26), Franz Schubert (Wanderers Nachtlied) und Ralph Vaughn Williams (Bright is the Ring of Words aus den Songs of Travel) zu Geh\u00f6r, anschlie\u00dfend werden in geselliger Runde Sekt und Laugenbrezel gereicht. Auch hier gilt: Entscheidend ist, was man daraus macht.<\/p>\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kann man einen Betrieb, eine Abteilung oder eine Gruppe \u201emit Integrit\u00e4t leiten\u201c, ohne die unternehmerischen Ziele aus dem Blick zu verlieren? Man muss sogar, glaubt Mark Thiel. Der Diplom-Betriebswirt ist seit rund einem Vierteljahrhundert als Coach f\u00fcr F\u00fchrungskr\u00e4fte und F\u00fchrungsteams von Organisationen t\u00e4tig. 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